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Zur Entstehung dieser Familienchronik:

 

Es ist den beharrlichen Bemühungen von Herr und Frau Naomi und Jackson Sherman-Zingle aus den USA zu verdanken, dass die nachstehende Familienchronik rekonstruiert werden konnte. Diese Beiden sehr viele Adressen zusammengetragen.

 

Mit viel Mühe und Geduld haben sich die Herren Gérard Bobenrieter aus St. Dié sowie Herman Kraus-Zeeb und Hans Flad-Mans aus Deutschland in den amtlichen Archiven umgeschaut und Akten gesammelt. Einen grossen Anteil zur Unterlagenbeschaffung hat auch Frau Rose Baumgartner aus dem Elsass beigetragen. Ihnen allen gilt unser Dank! 

 

Etwas zur Familiengeschichte:

Nach dem 30-jährigen Krieg sind viele Familien aus ganz Europa in den entvölkerten Badischen Raum zugewandert, da die dazumaligen Behörden den Einwanderern Steuererleichterungen versprachen. Auch aus dem Emmental in der Schweiz sind Familien in die Pfalz ausgewandert.

Leider wurden durch einen Brand in Nimburg alle amtlichen Dokumente zerstört, es findet sich lediglich in einem Pfarrrodel in Nimburg ein Eintrag, dass am x.ten Tage im Jahre 1650 ein gewisser Mathias Hertzog aus dem Emmental mit seiner Frau am Abendmahl teilgenommen habe. Mit diesem Mathias Hertzog beginnen unsere Familienlisten, aber es fehlen mindestens zwei Generationen zwischen Mathias (ca. 1620) und Johann-Georg (1726).

Frau Rose Baumgartner hat in den Archiven in Münster noch zwei Johann-Georg Hertzog als Zuzüger aus Nimburg gefunden: es handelt sich bei diesen beiden jedoch um Neffen von Johann-Georg 1726:  Johann-Georg Hertzog-Buhl(in) und Johann-Georg Hertzog-Heizmann. Letzter hatte eine Tochter namens Marie-Elisabeth, verheiratet mit Jean Heinrich aus Münster.  Die Vorgenannten sind in den Familienregistern am Listenende aufgeführt.                                                              

Grund und genauer Zeitpunkt des Wegzuges einiger Nachfolger von Mathias Hertzog (ca. 1620) von Nimburg nach dem Elsass sind nicht bekannt.  Der Wegzug ins Elsass muss zwischen 1752 (Geburt Mathias) und 1777 (Bürgerrecht in Münster) stattgefunden haben.

Es ist anzunehmen, dass Teile der Familie in Nimburg verblieben sind. Weitere Angaben sind jedoch keine vorhanden, doch fand man in der kleinen Kirche zu Nimburg ein Wandbild von einem Johann-Georg Hertzog, der möglicherweise ein Nachkomme des Mathias Hertzog (ca. 1620) gewesen ist.

Das Wandbild ist bei einer Renovation der Kirche im Jahre 1752 erstellt, damit aber wertvolle alte Fresken übertüncht worden.

 

Anlässlich einer sehr umfangreichen Renovation der Kirche in den Jahren 2001 und 2002 ist das Wandbildnis von Johann-Georg Hertzog entfernt und die darunter liegenden Fresken wieder freigelegt worden. Der Sinnspruch von Johann-Georg Hertzog jedoch ist erhalten geblieben:

 

„Der grosse Schmerz empfindt an sich

der Heiligste geduldiglich.

An deiner statt o Menschenkind

zu büssen deine schwere Sünd.

Johann Georg Hertzog“

 

Zur Namensschreibweise:

 

Die im Register verwendete Namensschreibweise basiert auf den in den Geburtsregistern der einzelnen Bürgermeisterämtern registrierten Namen:

 

In der Familie des Hertzog Mathias 1752-Graff Anne Marie sind alle Kinder noch mit dem Nachnamen Hertzog registriert.

 

Bei Hertzog Jean-Martin 1787-Haberey Catherine 1784 ist Annemarie 1817 unter dem Nachnamen Herzog registriert, die übrigen Kinder jedoch unter Hertzog

 

Auch in der Familie des Hertzog Mathias 1814-Oehl Salomé ist die Tochter Salomé als Herzog aufgeführt, während die übrigen Kinder als Hertzog fungieren.

 

Obschon sich die Eltern der Familie Hertzog Fréderich 1852-Britsch Annemarie 1854 mit einem ‚t’ im Nachnamen schreiben, sind alle 10 Kinder nur noch als Herzog angeführt.

 

Bei Hertzog Martin 1856-Dietrich Elisabeth 1865 sind die ersten acht Kinder unter Herzog erwähnt, nur der letztgeborene Emile 1904 figuriert dort wieder als Hertzog.

 

Alle Nachfolger der Familie Hertzog Johann (Jean) 1866-Gaiser Elisabeth schreiben sich Hertzog.

 

Der besseren Übersicht halber sind im Register bei den obgenannten Familien die Namen Herzog unterstrichen.

 

Auswanderungen:

 

Die 8. Generation seit Mathias Hertzog, d.h. die Kinder der Familie Hertzog-Britsch haben sich in verschiedenen Ländern niedergelassen:

 

1904 ist Alfred Herzog (1886)  in die Schweiz ausgewandert, sich mit Rosa Sidler verheiratet und in der Schweiz vollständig integriert.

 

1910 ist die Familie Jean Hertzog 1866- Elisabeth Gaiser  nach Reutlingen/D emigriert

 

Anfangs September 1911 sind das Ehepaar Zingle-Herzog und die noch ledige Frieda Amélie Herzog ab Le Havre mit dem Schiff ‚Niagara’ nach Cleveland (USA) ausgewandert. In Ellis Island sind alle drei am 19. September 1911  als Einwanderer aus Colmar registriert worden.  Die Passagierlisten können unter der www.ellisisland.org/  eingesehen werden.

 

Im Februar 1913 findet sich unter der gleichen www-Adresse auch die Ausreise von Paul Klein, der von Bremen aus mit dem Schiff ‚Kronprinzessin Cecilie’  (event. über Southhampton) ebenfalls nach Cleveland ausgereist ist.  Dort hat er Frieda Amélie Herzog geehelicht.

 

1914 ist auch aus der Familie Hertzog-Dietrich die Tochter Salomé-Elisabeth im Alter von 16 Jahren nach den USA ausgereist.

        

Die übrigen Nachkommen der Familie Herzog-Britsch  sind im Elsass verblieben und größtenteils noch dort ansässig.

 

Was der Grund zu diesen Emigrationen gewesen sein mag ist nicht bekannt, vermutlich sind es wirtschaftliche Gründe oder die unstabile politische Lage vor dem ersten Weltkrieg gewesen.

        

Schlussbemerkungen:

 

Trotz aller angewandten Vorsicht sind natürlich auch Fehler möglich, man möge dies dem Schreiber entschuldigen! Eine Familienchronik über so einen weiten Zeitraum zu erstellen ist aufwändiger, als sich der Verfasser anfänglich vorgestellt hat. Es sei aber bei dieser Gelegenheit nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass der Schreiber nur die Listen und die Grafiken erstellt hat, die Daten zusammengetragen haben die im Impressum erwähnten und Familienglieder. Auf meine Anfragen hin haben manche ergänzende Angaben zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

 

Entsprechend der Grundhaltung des Schreibers ist es ja auch gar nicht so wichtig, seinen Namen in einer Familienchronik zu finden, weitaus von größerer Wichtigkeit ist es seinen Namen im ‚Buche des Lebens’ – so nennt die Bibel Gottes ‚Familienchronik’ – zu wissen. Dieser Eintrag  ist nur durch persönliche Hingabe an unseren Herrn Jesus zu erreichen.

 

Der Schreiber dieser Zeilen und seine Ehefrau Paula stehen zum Zeitpunkte der Niederschrift im 86. Lebensjahr, d.h. zwei lange, ausgefüllte Leben werden bald ihr Ende finden. All den Lesern dieser Zeilen wünschen wir Gottes Gnade auf ihrem Lebensweg, so wie wir es haben durften.

 

Meilen, den 31. Mai 2006

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